9. September 2026
Pixfra Arc LRF vs. Pixfra Sirius: Welches Wärmebild Handgerät passt zu dir?
Pixfra hat sich in den letzten Jahren vom Newcomer zu einem ernstzunehmenden Player im Wärmebildmarkt entwickelt. Seit der Gründung 2015 verfolgt der Hersteller ein klares Ziel: hochwertige Wärmebild- und Multispektraloptiken zu einem fairen Preis anzubieten. Zwei Baureihen möchten wir einmal genauer vorstellen: die Sirius Serie und die Arc LRF Serie. Beide sind kompakte Wärmebild Handgeräte, beide gibt es mit 384er und 640er Sensor – und trotzdem unterscheiden sie sich in Detailtiefe, Handling und Einsatzschwerpunkt deutlich. Wir haben beide Reihen für dich gegenübergestellt.
Pixfra Sirius: die klassische Tropfenform mit Bildqualität im Fokus
Die Sirius Geräte sind in der klassischen, gut in der Hand liegenden Tropfenform gehalten. Bedient wird über lediglich drei Tasten auf der Oberseite – das erleichtert die Orientierung auch bei Dunkelheit. Der An-/Austaster steckt raffiniert versteckt im beleuchteten Logo auf der linken Geräteseite und lässt sich in fünf Helligkeitsstufen dimmen oder ganz abschalten. Fokus und Dioptrien werden klassisch über Stellringe an Objektiv und Okular justiert, das Objektiv selbst schützt eine hochwertige Magnesiumklappe. Der Akku – ein handelsüblicher 18650 – sitzt in einem leicht zugänglichen Batteriefach und ist im Feld schnell gewechselt.
Die Sirius Reihe umfasst aktuell:
- S435: 384×288-Sensor, 35 mm Brennweite
- S635: 640×512-Sensor, 35 mm Brennweite
- S650: 640×512-Sensor, 50 mm Brennweite
- S650D: 640×512 Sensor mit zwei Brennweiten (25 mm und 50 mm), stufenlos ohne Nachfokussieren umschaltbar
- S650 LRF: wie das S650, zusätzlich mit integriertem Laser-Entfernungsmesser bis 1.000 m (±1 m)
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Technisch punktet Sirius vor allem beim Bildschirm: Ein 0,49 Zoll großes OLED-Display mit 1920×1080 Pixeln (rund 2 Millionen Bildpunkte) sorgt für ein außergewöhnlich detailreiches, großzügiges Bild. Dazu kommt eine Temperaturempfindlichkeit (NETD) von ≤18 mK bei einer Blende von bis zu f/0.9 – das ist innerhalb der Pixfra Familie der beste Wert und macht sich vor allem bei schlechten Bedingungen wie Nieselregen oder Dunst bemerkbar. Der digitale Zoom reicht bis 8-fach, die Erkennungsreichweite liegt je nach Modell zwischen 1.800 m (S435/S635) und 2.600 m (S650/S650D/S650 LRF). Die Akkulaufzeit liegt bei rund 6 bis 7,5 Stunden, Schutzart IP67, Gewicht je nach Modell zwischen 421 g und 537 g.
Kurz gesagt: Sirius ist die Baureihe für alle, denen die bestmögliche Bildqualität und ein großes, komfortables Sichtfeld am wichtigsten sind – der eingebaute Entfernungsmesser ist dabei die Ausnahme (nur beim S650 LRF), nicht die Regel.
Pixfra Arc LRF: kompakt, leicht und mit Entfernungsmesser ab Werk
Die Arc LRF Familie ist die kompaktere und funktional dichter gepackte Schwester der Sirius Reihe. Anders als bei Sirius ist der Laser Entfernungsmesser hier fester Bestandteil jedes Modells – nicht nur einer Sondervariante. Alle Funktionstasten inklusive An-/Austaster sitzen übersichtlich auf der Oberseite, Fokus und Dioptrien werden über gummierte, griffige Einstellräder an Okular und Objektiv justiert. Der Objektivschutz aus weichem Kunststoff hält während des Betriebs magnetisch an der Handschlaufe, geladen und Daten übertragen wird über USB-C.
Die aktuelle Arc LRF Reihe bietet sechs Modelle mit zwei Sensorgrößen:
- 384×288 Sensor: A425P LRF (25 mm), A435P LRF (35 mm)
- 640×512 Sensor: A625P LRF (25 mm), A635P LRF (35 mm)
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Damit deckt Arc LRF ein breiteres Brennweitenspektrum ab als Sirius – inklusive einer echten Weitwinkeloption (19 mm) für Situationen, in denen ein großes Sichtfeld auf kurze Distanz gefragt ist. Der eingebaute Entfernungsmesser misst bis 1.000 m. Bildschirmseitig setzt Arc LRF auf ein kompakteres 0,41-Zoll-OLED-Display, die Temperaturempfindlichkeit liegt bei ≤20 mK und Blende f/1.0 – minimal hinter Sirius, in der Praxis aber immer noch ein sehr gutes, kontrastreiches Bild, wie auch unsere Testaufnahmen mit dem A635 LRF auf Stoppelfeldern und im Wald gezeigt haben. Auch hier stehen 8-facher Digitalzoom, Wi-Fi-Hotspot und App-Anbindung zur Verfügung.
Der große Trumpf von Arc LRF ist die Kompaktheit: Je nach Modell wiegt das Gerät nur 360 bis 430 g (ohne Akku) bei einer Baulänge von 168 bis 186 mm – spürbar leichter und kürzer als die Sirius Geräte (421–537 g, 194–223 mm). Die Energie liefert ein 18650 Akku mit 3.200 mAh und einer Laufzeit von rund 6 bis 7,5 Stunden; Pixfra bewirbt die neueste Akkufachgeneration zusätzlich mit bis zu 15 Stunden Laufzeit bei Betrieb mit zwei Akkus im Wechsel.
Sirius vs. Arc LRF im direkten Vergleich
| Pixfra Sirius | Pixfra Arc LRF | |
|---|---|---|
| Bauform | Klassische Tropfenform | Kompakt, ergonomischer Zylinder |
| Sensor | 384er oder 640er | 384er oder 640er |
| Modellvielfalt | 5 Modelle (S435, S635, S650, S650D, S650 LRF) | 6 Modelle (A419P–A650P LRF) |
| Brennweiten | 25–50 mm (S650D: dual) | 19–50 mm (breiteste Auswahl, inkl. Weitwinkel) |
| NETD (Empfindlichkeit) | ≤18 mK, Blende bis f/0.9 | ≤20 mK, Blende f/1.0 |
| Display | 0,49", 1920×1080 OLED | 0,41" OLED |
| Digitalzoom | bis 8× | bis 8× |
| Erkennungsreichweite | bis 2.600 m | modellabhängig (Sensor/Brennweite) |
| Laser Entfernungsmesser | nur beim S650 LRF | bei allen Modellen (bis 1.000 m) |
| Akku | 18650, wechselbar, ca. 6–7,5 h | 18650, 3.200 mAh, ca. 6–7,5 h (bis 15 h im Zwei-Akku-Betrieb) |
| Gewicht | 421–537 g | 360–430 g |
| Baulänge | 194–223 mm | 168–186 mm |
| Schutzart | IP67 | IP67 |
Fazit: Wer sollte zu welchem Gerät greifen?
Wer das maximal mögliche Bild aus einem Pixfra Handgerät herausholen will – großer, hochauflösender Bildschirm, beste Temperaturempfindlichkeit der Baureihe, großzügiges Sichtfeld dank Dual Brennweite beim S650D – landet bei der Sirius-Serie. Sie ist die richtige Wahl für Pirsch und Ansitz, bei denen Bildqualität und Beobachtungskomfort über längere Zeit im Vordergrund stehen, und mit dem S650 LRF gibt es inzwischen auch hier eine Variante mit eingebautem Entfernungsmesser.
Wer dagegen ein besonders leichtes, kompaktes Gerät sucht, das die Distanz zum Wild immer gleich mitliefert – etwa für die schnelle Ansprache auf der Bewegungsjagd oder als ständiger Begleiter in der Jackentasche – ist mit Arc LRF besser bedient. Die Bildqualität steht der Sirius-Reihe kaum nach, punktet aber mit geringerem Gewicht, mehr Brennweiten Auswahl und einem Laser-Entfernungsmesser, der bei jedem Modell serienmäßig an Bord ist.
Beide Serien werden über uns mit deutschem Service betreut. Wer unsicher ist, welches Modell am besten zum eigenen Revier und Einsatzzweck passt, kann sich bei uns beraten lassen oder eines unserer Testgeräte in die Hand nehmen – der Vergleich lohnt sich in jedem Fall.