10. Februar 2026
PixFra Draco Serie: D225, D335 & D635 4K im Reviertest
Binokulare Kombigeräte, die Wärmebild, Tag- und Nachtsicht in sich vereinen, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Sie bündeln nicht nur viele Fähigkeiten in einem Gerät, sondern sind in den letzten Jahren deutlich erschwinglicher geworden. In diesem Testbericht wollen wir euch die Draco Serie von PixFra vorstellen.
Vorstellung der Draco Serie
Die Draco 4K Serie umfasst drei Leistungsklassen. Diese werden vornehmlich durch die Größe des Wärmebildsensors und der Brennweite bestimmt:
- Das D225 mit einem vergleichsweise kleinem 256er Sensor,
- das große D635 mit einem 640er Sensor
- und in der Mitte das D335 mit einem 384er Sensor.

Das D335 4K besetzt einen besonderen Platz im Segment der binokularen Multispektralgeräte. Andere Hersteller haben ähnliche Geräte mit einem 256er Sensor als Einstieg im Programm. Dann folgt aber in der Regel ein großes Gerät mit einem 640er Sensor und das auch mit einem großen Preisunterschied.
PixFra geht hier einen anderen Weg und bietet mit dem D335 4K auch ein Binokular der Mittelklasse an.
Der 4K Tag- und Nachtsichtkanal ist bei allen Geräten der Draco Serie identisch und bietet ein Sehfeld von 14 m auf 100 m und vergrößert in der Grundeinstellung 5,5 fach. Digital kann das Bild bis auf 44 fach vergrößert werden. Damit das möglich ist, wird der Tag-/ Nachtsichtkanal stabilisiert. Die Nachtsicht wird durch einen Infrarotaufheller unterstützt.

Im Lieferumfang befindet sich ein Aufheller mit einer Wellenlänge von 940 Nanometer, der gegen einen optional erhältlichen Aufheller mit 850 Nanometer ausgetauscht werden kann. Das D225 besitzt im Wärmebildkanal mit seinem 256er Sensor und einer 25 mm Brennweite ein Sehfeld von 12,2 m auf 100 m bei einer Grundvergrößerung von 4,4. Diese kann digital auf 34,4 fach erhöht werden. Die Sensorempfindlichkeit beträgt 18 mK. Zu haben ist das D225 4K bereits für 1159 €.
Der Thermalkanal des D355 4K besitzt einen 384er Sensor, der in Kombination mit der 35 mm Brennweite ein Sehfeld von 13,7 m auf 100 m bietet. Der Vergrößerungsbereich umfasst eine 3,8 fache bis 30,4 fache Vergrößerung. Die höhere Auflösung und der im Vergleich zum D225 mit 15 mK empfindlichere Sensor führen zu einer deutlich besseren Bilddarstellung. Das D335 4K bleibt unter der 2000€ Marke: 1899 € ruft der Hersteller für dieses Gerät auf.
Das Schlachtschiff der Draco Serie ist das D635 4K. Die 35 mm Brennweite und der 15 mK sensible 640er Sensor sorgen für ein Sehfeld von 22 m auf 100 m, was den Pirschgänger freuen wird, denn die lediglich 2,5 fache Grundvergrößerung ermöglicht einen guten Überblick auch in der Bewegung. Digital kann das Bild auf 20fach herangezoomt werden. Mit 2499€ bleibt das Gerät stattlicher 700€ unter dem üblichen Verkaufspreis anderer marktführender Anbieter.
Vergleichen wir die Bauform und das Gehäuse des Draco, fällt sofort auf, wie kompakt das Gerät ist. Es entspricht in etwa der Größe eines 10x42 Fernglases.

Hier eine kurze Gegenüberstellung mit der Gehäusesilhouette eines bekannten Gerätes von einem Mitbewerber.

Funktions- und Bedienelemente geben keine Rätsel auf. Die Okulargruppe ist in Augenabstand und individueller Sehschärfe einstellbar. Das Okulargummi ist angenehm weich und die seitliche Streulichtblende behält nach dem Einklappen ihre Position, was vor allen Dingen Brillenträger sehr begrüßen werden.
Der mit zwei Millionen Pixeln ausgestattete hochauflösende HD Bildschirm beeinflusst das Einblickverhalten positiv und unterstützt eine ermüdungsfreie Beobachtung.
Auch die übrige Bedienkulisse verspricht eine unangestrengte Bedienung.

Der An- und Ausschalter verbirgt sich im beleuchteten Logo und ist ein wenig vertieft in das Gehäuse eingesetzt. Das hilft dabei, dass Draco nicht ungewollt ein- oder auszuschalten. Die Helligkeit des Logos lässt sich reduzieren bzw. vollständig ausschalten. Das leicht beleuchtete Logo kann aber hilfreich sein, um das Gerät auf der Kanzel bei Dunkelheit leichter wiederzufinden.
Die Hauptfunktion sind durch lediglich vier sehr gut erfühlbare Tasten erreichbar.

In Beobachtungsrichtung rechts befindet sich die Taste zum Wechsel der Modi vom Tag-, Nachtsicht- und Thermalkanal sowie die Taste zur Bedienung des Infrarotaufhellers. In Beobachtungsrichtung links können die Foto und Videoaufnahme gesteuert sowie der Laserentfernungsmesser bedient werden. Dieses übersichtliche Tastenlayout erleichtert die blinde Bedienung ungemein.
Der Mitteltrieb dient nicht der Fokuseinstellung, wie es bei Ferngläsern üblich ist, sondern der Einstellung der gewünschten digitalen Zoomstufe. Ein langer Druck auf den Mitteltrieb ruft die Menüebene auf, in der umfangreiche Einstellungen im Gerät vorgenommen werden können.
Der Fokus wird separat für den Tag- Nachtsichtkanal und den Thermalkanal über die Fokusringe am Objektiv eingestellt. Der Aufheller befindet sich zentral zwischen den Objektiven, darunter ist der Laserentfernungsmesser sehr diskret und ansprechend verpackt untergebracht. Mit ihm können Distanzmessungen von bis zu 1000 m vorgenommen werden.
Auf der Unterseite des Draco finden wir noch eine USB-C Schnittstelle zum Laden und für den Austausch von Fotos oder Videos.

Außerdem ist hier eine 1/4 Zoll Stativschraube eingebracht. Im durchaus gefälligen Batteriefach finden zwei 18650 Akkus Platz, deren Ladezustand einzeln im Display des Gerätes angezeigt wird. Mit diesen zwei Akkus soll laut Hersteller das Draco gute neun Stunden laufen.

Jeweils links und rechts von den Okularen befinden sich Ösen zur Aufnahme eines Tragegurtes.
Apropos Tragen, bei allem Geräten der Draco Serie ist eine extrem praktische und hochwertige Brusttragetasche dabei. In den Seitentaschen kann weiteres Zubehör wie beispielsweise Ersatzakkus oder eine Powerbank sehr bequem untergebracht werden.

Allen Draco Geräten liegt das gleiche Zubehör bei. Neben dem Gerät gehören ein zweites Paar Ersatzakkus, ein Ladegerät und ein weiterer Halsgurt zum Lieferumfang.

Eine Liveansicht sowie die Verwaltung von Fotos und Videos wird über die PixFra eigene App ermöglicht.
Revieraufnahmen zum PixFra Draco
Natürlich waren wir mit den Geräten im Revier und haben euch einige Beispielaufnahmen mitgebracht.
Der Tag- Nachtsichtkanal ist bei allen drei Geräten identisch.

Der 4K Sensor liefert eine gute Bilddarstellung und selbst die Farben entsprechen nahezu der realen Farbgebung. Für die Dämmerung und die Nacht verfügt das Draco über einen sepiafarbenen und einen grünfarbenen Modus.


Das Dammwild auf gut 50 m wirkt schon recht nah, was an der 5,5 fachen Grundvergrößerung in der Tag- und Nachtsicht liegt.

Schon der 940 Nanometer Aufheller hält das Bild in der Nachtsicht sehr gut auf. Zwei Stück Rehwild auf ca. 50 m.
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Die Unterschiede in der Draco Serie liegen im Thermalkanal. Das D225 hat den kleinsten Wärmebildsensor. Dafür ist das Bild jedoch überraschend gut, was durch die starke digitale Aufarbeitung des Bildes erreicht wird.
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Im Vergleich dazu bietet das Bild des D335 mehr Details, vor allen Dingen in der Darstellung der Umgebung.
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Hier nochmal der direkte Vergleich. In der Grundvergrößerung und im Sehfeld unterscheiden sich das D225 und das D335 nicht wesentlich.
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Die Grundvergrößerung des D635 ist mit 2,5 fach merklich geringer und damit ist auch das Sehfeld größer, womit sich das D635 auch für kürzere Distanzen eignet. Aber auch hier fällt auf, dass das Bild stark digital aufgearbeitet wird, was vor allem im Digital Zoom auffällt.
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Rehwild auf 170 m, welches sich unbeeindruckt von der Schneedecke auf diesem Feld niedergetan hat.
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Wie stark sich die unterschiedliche Vergrößerung beim D635 zwischen dem Thermal und dem Tag- und Nachtsichtkanal, zeigt sich in diesem Beispiel von Rehwild auf gut 50 m. Während im Wärmebild bei 2,5 facher Vergrößerung noch beide Stücke zu sehen sind, zeigt sich im Nachtsichtkanal bei 5,5er Vergrößerung nur noch ein Stück.
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Fazit zum PixFra Draco
Fassen wir zusammen. Die neue PixFra Draco Serie bietet eine ernsthafte Alternative im Segment der binokularen Multispektralgeräte und das zu günstigeren Preisen als die Mitbewerber. Aktuell gibt es auch keine vergleichbaren Geräte auf dem Markt, die so klein sind wie die Dracos.
Nach unserem Geschmack könnte zwar der starke Eingriff der Bildverbesserung im Thermalkanal etwas sanfter ausfallen, aber das ist eher eine Geschmacksfrage.
Falls du weitere Informationen zu den PixFra Dracos oder anderen Geräten sowie Jagdausrüstung suchst, ruf uns gerne an, schreib uns eine Mail oder komm zu uns ins Ladengeschäft. Wir helfen dir gerne weiter.
Bis dahin, Waidmannsheil,
dein Active Hunting Team