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14. Dezember 2022

Infiray Mate MAH50 Wärmebildgerät in der jagdlichen Praxis

Das Wärmebildvorsatzgerät Infiray Mate MAH50 in der jagdlichen Praxis von Active Hunting getestet.

Das Infiray Mate MAH50 in der jagdlichen Praxis

Das Infiray Mate MAH50 im Überblick

Das Infiray Mate MAH50 ist ein Wärmebildvorsatzgerät, welches in der derzeitigen Oberklasse angesiedelt ist. Es bietet eine außerordentlich gute Bilddarstellung und ermöglicht ohne nennenswerten Qualitätsverlust eine 10-fache Vergrößerung am verwendeten Zielfernrohr. Natürlich kann auch weiter vergrößert werden, was dann aber zu lasten der Bildqualität geht.

Ein 640er-Sensor bei einer Pixelgröße von 12 Micron fördert ein sehr detailreiches Bild zutage. Pro Klick wandert der Kugeleinschlag um 1,6cm auf 100m. Schuss Entfernungen bis 180 Meter können mit dem Gerät abgedeckt werden, was natürlich auch immer von den persönlichen Fähigkeiten des Schützen und der vorherrschenden Wettersituation abhängig ist.

Auf weitere Details zu dem Gerät selbst wollen wir in diesem Blogbeitrag nicht weiter eingehen, da wir dies schon im Blogbeitrag Die Wärmebild Vorsatzgeräte Infiray MATE MAH 50 und Infiray Mate MAL 38 im Vergleich abgehandelt haben. Dieser Beitrag soll rein der praktischen Erfahrung gewidmet sein und beginnt natürlich immer beim Einschießen des Wärmebildvorsatzgerätes.

Einschießen des Infiray Mate MAH50

Wir nutzen einen Rusan Adapter in Verbindung mit einem Leica Amplus 2,5-15×50. Beim Aufsetzen eines Vorsatzgerätes ist es immer von Vorteil, wie hier zu sehen, die Schwerkraft mitzunutzen. Wie bereits erwähnt war es problemlos möglich, das Glas bis 10-fach zu vergrößern, ohne einen nennenswerten Verlust in Bezug zur Bildqualität einzugehen.

Wir geben also unseren 1. Schuss auf ein 100 m entferntes Wärmepad ab, um zu sehen, ob es eine Abweichung in der Treffpunktlage gibt. Dies solltet Ihr aus Gründen der Waidgerechttigkeit generell immer machen, bevor Ihr ein Wärmebild oder Nachtischtgerät zur Jagd einsetzt.
Unsere 1. Kugel sitzt knapp 6 cm zu weit rechts sowie 5 cm zu tief.

Wir korrigieren im Einschießmenü des Geräts also 4 Klicks nach links und 3 Klicks nach oben. Anhand der abnehmbaren Fernbedienung lässt sich das ganze sehr entspannt einstellen, da man nicht nach vorne zum Gerät greifen muss, um die Einstellung vorzunehmen. Die 2. Kugel sitzt von der Höhe nahezu perfekt, jedoch einen Hauch zu weit links.

Wir korrigieren also nochmals einen Korrekturschritt nach rechts und geben einen weiteren Schuss ab, um zu sehen, ob die 3. Kugel mittig auf dem Wärmepad sitzt. Der 3. Schuss sitzt mittig auf dem Wärmepad und damit kann man definitiv jagen.

Die optische Leistung des Infiray Mate MAH50

Insgesamt liefert das Gerät wie zu erwarten ein äußerst detailreiches Bild in der jagdlichen Praxis. Die Wärmesignatur der Stücke ist scharf abgegrenzt und auch die Umgebung wird äußerst plastisch dargestellt. Wie bei diesem Dachs zu sehen, regiert das Gerät auf geringste Temperaturunterschiede und bildet selbst die Fährten ab.

Es gibt 4 verschieden Farbmodi, welche der Nutzer nach seinen persönlichen Bedürfnissen einstellen kann.

Bei dieser Szene wurde Rotwild in extrem dichten Nebel gefilmt. Nebel kann sich bei der Bilddarstellung eines Wärmebildgerätes äußerst negativ äußern. Das Gerät zeigte jedoch auch auf 100 m ein sehr gutes Bild mit vielen Details. Falls die Jagd mit Wärmebildvorsatzgeräten auf Rotwild erlaubt wäre, hätte hier problemlos ein Schuss angetragen werden können.

Ein Fuchs welcher bei dieser Aufnahme nicht wirklich auf der Hut war und bei klaren Wetterverhältnissen auf 10 m an den Sitz heranzog.

Auf der Pirsch konnten 5 Stücke Schwarzwild im Buchenbestand angegangen werden. Es herrschten klare Wetterverhältnisse und das MAH50 zeigte nochmals seine hervorragende Abbildungsleistung.

Vom Schießstock konnten 2 Überläuferbachen von ca. 50 Kg in kurzer Schussfolge erlegt werden.

Fazit zum Infiray Mate MAH50

Insgesamt sehen wir das Infiray Mate MAH50 als ein äußerst interessantes Gerät aus der Oberklasse. Es bietet ein enormes Vergrößerungsspektrum ohne einen nennenswerten Verlust der Bildqualität.

Die Verarbeitung ist tadellos und auch der Lieferumfang ist äußerst umfangreich. Durch die im Zubehör enthaltene Powerbank, welche mit der mitgelieferten Klammer am Zielfernrohr befestigt werden kann, ergibt sich eine enorme Akkulaufzeit.

Die Steuerung anhand der abnehmbaren Fernbedienung ist ebenso äußerst praxisnah. Unser Fazit zum Infiray Mate MAH50 ist demnach äußerst positiv, da es derzeit wenige Geräte am Markt gibt, die eine solche optische Leistung bei enormer Vergrößerung am Zielfernrohr umsetzen können.

Wer noch mehr zum Infiray Mate MAH50 sehen möchte, findet in unserem YouTube Channel unter folgendem Link ein aussagekräftiges Video:

Das Infiray Mate MAH50 in der jagdlichen Praxis

Falls Ihr weitere Fragen zu den Mate Geräten habt, könnt Ihr Euch wie immer gerne an uns wenden. Bis dahin wünscht das gesamte Team vom Active Hunting ein kräftiges Waidmannsheil.

Markus
Autor

Markus

Markus ist leidenschaftlicher Jäger und ausgewiesener Experte für Jagdoptiken und Waffentechnik. Durch seine Tätigkeit in der Jagdbranche verfügt er über ein tiefgehendes Fachwissen, das er praxisnah und verständlich weitergibt - auch auf YouTube.

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