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Steuerbares Stativ für Wärmebildkameras – XSpecter T-Crow im ausführlichen Test und Revier

XSpecter T-Crow

Wärmebildgeräte sind in aller Munde und vielseitig einsetzbar. Ob für jagdliche Zwecke, für Polizeibehörden, die Security Branche oder den Rettungsdienst zur Vermisstensuche und Menschenrettung.

Das Problem an Wärmebildgeräten ist jedoch, man kann damit nicht durch Glasscheiben hindurchsehen. Aus einem Fahrzeug heraus ist man also immer etwas eingeschränkt und man kann lediglich nach links oder rechts aus dem heruntergelassenen Fenster schauen. Durch die Front oder die Heckscheibe ist dies leider nicht möglich.

Die Firma X-Specter bietet jetzt genau für dieses Problem eine Lösung in Form eines steuerbaren Stativs, welches einem im wahrsten Sinne des Wortes aufs Dach steigt.

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Der X-Specter T-Crow ermöglicht das Erfassen von Wildtieren oder Personen praktisch und komfortabel aus dem Inneren des Fahrzeugs. Dank sensorgesteuerter und stabilisierter 360° Rotation und dem 55° Neigungsbereich ermöglicht der X-Specter T-Crow mit Hilfe einer montierten Wärmebildkamera die systematische Erfassung des umliegenden Geländes.

Die Entwicklung und Produktion bis hin zur Programmierung der dazugehörigen App wird komplett in Deutschland durchgeführt, was heute nur noch sehr selten anzutreffen ist. Als Fertigungsverfahren für den T-Crow hat die Firma X-Specter sich für das 3-D Druckverfahren entschieden. Selbst Zahnräder und Dichtungen werden in Eigenregie hergestellt. Dies hat immense Vorteile bei der Ersatzteilbeschaffung, falls etwas zu Bruch gehen sollte.

Der T-Crow wird auf dem Dach oder einer anderen glatten Fläche des Fahrzeugs montiert. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen stehen Saugnapf-Füße zur Verfügung, welche eine sichere Verbindung zum Fahrzeug gewährleisten.

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Durch den Drehverschluss an den Saugnapf Füßen wird ein Vakuum erzeugt, welches eine äußerst hohe Festigkeit ermöglicht. Zum Abnehmen wird der Drehverschluss einfach wieder geöffnet und der Saugnapf Fuß leicht angehoben, um die Verbindung zur Fläche zu lösen. Natürlich geschieht dies völlig rückstandslos. Wem zwei Füße nicht ausreichen, der kann durch Entfernen der hinteren Picatinny Schiene einen weiteren Saugnapf Fuß anbringen und somit eine Drei Punkt Befestigung herstellen.

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Des Weiteren stehen im Zubehör Magnetfüße zur Verfügung, welche die Montage in gewissem Maße etwas schneller gestalten. Der Magnet der Füße ist gummiarmiert, was selbstverständlich die Lackoberfläche des Fahrzeugs zuverlässig vor Kratzern schützt. Es ist darauf zu achten, dass die Oberfläche des Fahrzeuges sauber ist, damit etwaige Staub-/Sandkörner keine Kratzer verursachen.

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Der T-Crow lässt sich an die Gegebenheiten des Fahrzeugs anpassen. Durch Lösen der Schnellverschlüsse kann der obere Teil des T-Crow ausgerichtet werden. Dadurch ist man freier in der Montage und kann auch eine Montage des Gerätes an steilen Windschutzscheiben wie diese zum Beispiel beim Suzuki Jimmny vorhanden ist ausführen.

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Auf der Rückseite findet sich neben einem Picatinny Rail die Ein/Aus Taste und die USB-C Schnittstelle zum Aufladen des internen Akkus. Dies kann über einen gewöhnlichen USB-Anschluss am PC oder einem Laptop geschehen.

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Auch seitlich findet sich ein weiteres Picatinny Rail für Zubehör.

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Um ein Wärmebildgerät mit dem T-Crow zu verbinden, muss die mitgelieferte Adapterplatte inkl. Schraube mit der Stativaufnahme des Wärmebildgerätes verbunden werden. Im hinteren Bereich ist eine Hülse in den Adapter eingelassen, welche formschlüssig in der Feder gelagerten Bolzen der Aufnahme des T-Crow eingreift. Dies ermöglicht eine blitzschnelle Auf- und Abnahme des Wärmebildgerätes.

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Die Steuerung des X-Specter T-Crow

Zur Steuerung dient eine Fernbedienung mit insgesamt 8 Tasten und einem Joystick. Aufgeladen wird der interne Akku der Fernbedienung mit einem Mini USB-Kabel, welches an den PC oder Laptop angeschlossen wird. Die Tasten werden einzeln oder in Kombination gedrückt, um den T-Crow zu steuern.

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Zuerst wird die Ein/Aus Taste auf der Rückseite des T-Crow betätigt. Der T-Crow führt daraufhin eine Kalibrierung aus und ist kurze Zeit später einsatzbereit. Auf der rechten Seite der Fernbedienung findet sich die Einschalttaste. Sobald die Fernbedienung eingeschaltet wurde, müssen die Tasten M und D gleichzeitig gedrückt werden, um T-Crow und Fernbedienung miteinander zu verbinden.

Nun kann der T-Crow anhand der Fernbedienung gesteuert werden. Der Joystick dient der horizontalen und vertikalen Steuerung des T-Crow. Die Tasten dienen dem Auswählen von ”Spezialfunktionen” so zum Beispiel der Scan Modus. Durch gleichzeitiges Drücken der A und C Taste wird dieser aktiviert. Nun mit dem Joystick den gewünschten Winkelbereich abfahren und nochmals durch gleichzeitiges Drücken der A und C bestätigen. Der T-Crow fährt daraufhin den Winkelbereich selbstständig ab, bis er wieder durch gleichzeitiges Drücken der A und B Taste in den manuellen Steuerungsmodus versetzt wird.

Um den T-Crow schnell in die Ausgangsposition zurückzubringen findet sich im vorderen Bereich der Fernbedienung die 0-Taste. Wird diese gedrückt, fährt der T-Crow mit hoher Geschwindigkeit in die Ausgangsposition. Das ist sehr hilfreich bei schnellen Seitenwechseln.

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Auch besteht die Möglichkeit, die Drehgeschwindigkeit des T-Crow im Turbo Modus signifikant zu steigern. Hierfür wird die Pfeiltaste im vorderen Bereich gedrückt und mit dem Joystick in die gewünschte Richtung gesteuert. Gerade wenn man sich schnell einen Überblick über die Fläche machen möchte, ist dieser Modus sehr hilfreich.

Im Zubehör sind ebenfalls Lampen erhältlich, welche seitlich am T-Crow befestigt werden können.

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Hierdurch erhält man eine Art schwenkbaren Scheinwerfer auf dem Autodach, welcher über Rotlicht, Grünlicht und Weißlicht in verschiedenen Helligkeitsstufen verfügt.

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Gesteuert wird die Lampe anhand einer zusätzlichen Steuerung, welche am unteren Ende der Fernbedienung befestigt ist.

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Der T-Crow lässt sich ebenso anhand einer eigens entwickelten App steuern. Die App befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase und es stehen noch nicht alle Funktionen zur Verfügung. Auch das Streamen des Livebildes der Wärmebildkamera mittels Tablets oder Handy kann mit der App durchgeführt werden. Die Steuerung anhand des digitalen Joysticks hat absolut hervorragend funktioniert. Die App wird laut Hersteller weiter ausgebaut und steht in naher Zukunft zur Verfügung.

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Mit dem X Specter T-Crow ins Revier

Unsere Erfahrungen im Revier waren überaus zufriedenstellend. Hierfür nutzten wir eine Hikmicro Lynx Pro LH19. Hier schalteten wir als Erstes die Wifi Funktion der Kamera ein, um Sie später mit dem Tablet zu verbinden.

Kurz darauf haben wir den T-Crow mittels der Saugfüße auf das Autodach montiert und durch Öffnen der Schnellverschlüsse gerade ausgerichtet.

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Im nächsten Schritt habe ich mein Tablet, auf dem die entsprechende App für die Wärmebildkamera installiert ist, mit der Kamera verbunden. Nun konnte die Fahrt durchs Revier losgehen.

Der T-Crow ließ sich anhand der Fernbedienung gezielt steuern und ich hatte nach nur 10 Minuten den Dreh raus. Ich konnte bei meiner Fahrt durchs Revier eine Menge Wild ausfindig machen. Sauen blieben mir an diesem Abend aber leider verwehrt.

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Eine gute Strategie ist es sich einen erhöhten Punkt im Revier zu suchen, um sich einen Überblick über die Flächen zu verschaffen. Somit kann man einen eventuellen Pirschgang im Vorhinein planen und gerade das Schwarzwild gezielt angehen.

Der T-Crow ist wirklich ein besonderer Ausrüstungsgegenstand, welcher die nächtliche Pirsch ein Stück weit revolutioniert. Es ist eine extreme Erleichterung, nicht mehr nur links und rechts mit dem Wärmebildgerät aus dem Autofenster zu schauen.

Es erweitert das Sichtfeld in extremen Maßen und gibt so Einblicke, die früher verborgen blieben. Gerade das kann definitiv darüber entscheiden, ob man mit Beute zurückkehrt oder nicht. Das innovative Fertigungsverfahren im 3D Druck und die komplette Herstellung sowie App Programmierung in Deutschland ist heutzutage schon fast ein Alleinstellungsmerkmal. Dies bringt wie bereits erwähnt sehr große Vorteile bei der Ersatzteilversorgung, falls mal etwas zu Bruch gehen sollte. Die App muss noch ausgebaut werden, aber auch hier glaube ich, dass der Hersteller eine solide Arbeit leisten wird.

Für Technik Muffel ist der Crow weniger geeignet. Es erfordert schon eine gewisse Affinität zu solchen Ausrüstungsgegenständen, um das volle Potenzial auszuschöpfen.

Alles in allem konnte das Gerät überzeugen und ist eine sehr sinnvolle Erweiterung für den Zubehörmarkt der Wärmebildgeräte.

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