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Nancy Faeser und die Verschärfung des Waffenrechts

Waffenrecht Verschärfung

Die Verschärfung des Waffenrechts – Ein Kommentar

Das Waffenrecht in Deutschland gilt als eines der strengsten weltweit. Trotzdem fordern viele Politiker immer wieder weitere Verschärfungen des Waffenrechts, die den legalen Waffenbesitz und demnach auch den Handel weiter einschränken.

Aktuell ist der SPD Politikerin Nancy Faeser sehr daran gelegen, massiv in das derzeitige Waffenrecht einzugreifen.

Um einige Beispiele zu nennen:

  • Verbot „kriegswaffenähnlicher“ halbautomatischer Feuerwaffen. Besonders geht es der SPD Politikerin hier um das AR-15.

    Waffenrecht Verschärfung
    Das AR-15 soll aufgrund seiner äußeren Erscheinung verboten werden.
  • Rückwirkende Meldepflicht und des Weiteren eine Erlaubnis- und Sachkundeprüfung für alle Schreckschusswaffen und Armbrüste.
  • MPU-Pflicht bei erstmaliger Beantragung einer waffenrechtlichen Erlaubnis auf Kosten des Antragstellers.
  • Einbeziehung von Gesundheitsämtern in die turnusmäßige Überprüfung der Legalwaffenbesitzer.
  • Einschränkungen für Gastschützen und sogenannte Eventschießen.

Allein diese 5 Punkte wären für den legalen Waffenbesitz, den Handel, die Auslastung der Waffenbehörden und den Schießsport wie wir ihn derzeit kennen dramatisch.

Das alte Problem – Nur zusammen sind wir stark

Zugegeben, die Legalwaffenbesitzer in Deutschland haben ein deutliches und langwieriges Problem. So bestehen in Deutschland seit Jahrzehnten einzelne Lager aus Jägern, Sportschützen, Waffensammler, Paintballer, Airsoft-Spieler (LARP/MilSim), Reenactors oder auch Bogen-/Armbrustschützen, die natürlich alle vom Waffenrecht tangiert werden.

Dem schließen als Interessenvertreter sich dutzende Verbände an. So die Landesjagdverbände oder im sportlichen Bereich die Schießsportverbände wie die DSU, BDMP, DSB, BDS und einige andere.

Aber nicht nur diese Gruppenbildung, welche wenig für den anderen übrig hat, ist ein Problem.

Das öffentliche Bild des Legalwaffenbsitzers

Wir haben zunehmend auch ein gesellschaftliches Problem, was die Nutzung von Waffen – egal ob zum Sportschießen, zur Jagd oder zum Paintball – betrifft.

Viele Menschen stellen sich von Grund auf gegen den privaten Waffenbesitz, weil es zum einen viel zu wenig Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit gibt. Zum anderen wird von den meisten Medien ein völlig falsches Bild des legalen Waffenbesitzes in der Öffentlichkeit gezeichnet.

Viel zu wenig wird recherchiert oder sich wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt. Es wird vielmehr auf große negativ Schlagzeilen gesetzt, welche dem »normalen« Bürger suggerieren, dass von Legalwaffenbesitzern eine potenzielle Gefahr ausgehen würde.

Gerade erst kürzlich wurde bekannt, dass es so viele Jagdscheininhaber wie nie zuvor in Deutschland gibt. 407.370 Jägerinnen und Jäger sind es in der vergangenen Jagdsaison 2021/22 (1. April bis 31. März) gewesen. Das ist ein satter Anstieg um 28 Prozent im Vergleich zum Jahr 1993.

Aber nicht nur das, die Jagd ist schon lange keine Männerdomäne mehr. Der Anteil von Jägerinnen in Deutschland liegt bei 11 Prozent, was knapp 45.000 Jägerinnen bedeutet.

Das sind beeindruckende Zahlen, welche für den legalen Waffenbesitz sprechen.

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache

Statistisch betrachtet sind Straftaten, welche mit legalen Schusswaffen in Deutschland begangen werden, nahezu nicht zu erfassen. In Prozent ausgedrückt wären es 0,00008 % aller statistischen Waffendelikte.

Das von Nancy Faeser anvisierte Halbautomatenverbot, welches gezielt auf das AR-15 abzielt, ist ebenso völlig aus der Luft gegriffen und reiner Aktionismus. Es ist nicht ein einziger Fall in Deutschland bekannt, bei dem ein AR-15 für ein Waffendelikt verwendet wurde.

Welcher Sicherheitsgewinn sich hierdurch ergeben soll, erschließt sich uns nicht.

Der VDB – Die Stimme des legalen Waffenbesitzes

Eine weitere Instanz in Deutschland ist der VDB (Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler e.V.) dieser wurde 1949 gegründet und hat über 1.500 Mitgliedsunternehmen.

Zweck des VDB ist die Vertretung der Interessen des Waffenfacheinzelhandels sowie die Betreuung und Weiterbildung der Mitglieder durch die Entwicklung und Etablierung eigener Dienstleistungs- und Qualifizierungsangebote. Ebenso betreibt der VDB wirksame Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung der Interessen seiner Mitglieder.

Bis zum Jahr 2019 war der VDB ausschließlich dem Waffenfachhandel vorenthalten und eine private Mitgliedschaft nicht möglich.

Der VDB hat jedoch erkannt, dass die Interessen aller Legalwaffenbesitzer in Deutschland gebündelt und zu einer starken Interessengemeinschaft zusammengeführt werden müssen. Diese Gemeinschaft steht für ein faires Waffenrecht mit Maß und Ziel in Deutschland.

Darum wurde im Jahr 2019 die VDB Fördermitgliedschaft eingeführt.

Wer kann Fördermitglied werden?

  • Freunde der Branche
  • Jäger
  • Sportschützen
  • Waffensammler
  • Paintballer
  • Airsoft-Spieler (LARP/MilSim)
  • Reenactors
  • Bogen-/Armbrustschützen
  • (Taschen)Messerbesitzer/-sammler
  • Inhaber eines kleinen Waffenscheins
  • Outdoor-/Tier-/Naturfreunde
  • Besitzer freier Abwehrmittel (z.B. Tierabwehrspray, Schreckschusspistole, Schrillalarm)

Der VDB positioniert sich ganz klar gegen weitere Verschärfungen des Waffenrechts, mit der Begründung, dass es bereits jetzt genug Möglichkeiten im Waffenrecht gibt, um Extremisten, Terroristen und Reichsbürger effektiv zu entwaffnen! Es braucht keine weiteren Verschärfungen, die zu 99,9 % gesetzestreue Bürger treffen!

Seit dem Bekanntwerden der Pläne von Nancy Faser hat der VDB einen massiven Zuwachs an Fördermitgliedern erfahren.

Dies liegt sicherlich daran, dass der VDB der Verband ist, der endlich aufsteht und sich gegen unverhältnismäßige Waffenrechtsverschärfungen stemmt.

Durch die erneute Aktivierung des Briefgenerators, welcher sich an Bundesinnenministerin Nancy Faeser sowie die beiden Berichterstatter für das Waffenrecht Carmen Wegge (SPD) und Marcel Emmerich (Grüne) richtet, wird ein großer Beitrag geleistet. Aber auch die Petition, welche vom VDB ins Leben gerufen wurde, ist eine weitere zielführende Maßnahme gegen die drohende Waffenrechtsverschärfung.

Auf der Wild&Hund Messe 2023 wird der VDB mit Ihrem neuen Verbandsrechtsanwalt Vorträge zur Verschärfung des Waffenrechts halten.

Es werden Flyer gedruckt und verteilt und zudem spricht der VDB mit Ihrem hauptamtlichen Interessenvertreter auf Expertenniveau, mit den Abgeordneten und Ministerialbeamten.

Hier sei ganz besonders Peter Braß zu erwähnen.

Waffenrecht VerschärfungPeter Braß

Peter Braß blickt auf über 30 Jahre Erfahrung in der Jagd- und Sportwaffenbranche zurück. Bevor er hauptberuflich zum VDB stieß, war er 19 Jahre als Geschäftsführer bei der H. Krieghoff GmbH tätig.

Wie so oft entdeckte Herr Braß bereits in jungen Jahren die Passion zur Jagd. Der Diplom-Betriebswirt (BA) nahm seine Tätigkeit als „Koordinator Interessenvertretung“ zum 1. April 2021 beim VDB auf. Seine Aufgabe besteht darin, die Interessen des Verbandes nach außen zu vertreten und er wirkt als Verbindungsglied zwischen Politik, Medien, anderen Interessensverbänden und dem VDB.

Alles wird gut – Die FDP als Retter in der Not?

Ja, die FDP sieht den legalen Waffenbesitz in Deutschland weitaus liberaler und erkennt die wahren Probleme, welche durch den illegalen Waffenbesitz verursacht werden.

Demnach hat die FDP mit Christian Lindner die Einleitung der geplanten Waffenrechtsverschärfung vorerst gestoppt.

Die Begründung der FDP für diesen Schritt ist, dass zunächst das bestehende und im Jahr 2020 geänderte Waffenrecht evaluiert werden sollte. Dies sei im Koalitionsvertrag auch so vereinbart worden. Sollten sich nach diesen Schritten Schwachstellen ergeben, wäre die FDP bereit, die Beseitigung zu unterstützen.

Dies sind natürlich erfreuliche Signale vonseiten der FDP.

Dennoch ist noch lange nichts vom Tisch. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es immer wieder aus der Politik zu neuen Versuchen kommen wird, den legalen Waffenbesitz und demnach auch den Handel weiter zu beschneiden.

Darum ist es umso wichtiger, dem VDB mit einer Fördermitgliedschaft den Rücken zu stärken, um auch kommenden Verschärfungen gezielt entgegenzutreten.

Die neusten Entwicklungen durch die Teilnahme am VDB Briefgenerator und der vom VDB ins Leben gerufenen Petition haben gezeigt, dass ein Umdenken stattgefunden hat. Die Legalwaffenbesitzer schreiben derzeit Geschichte, was den Zusammenhalt gegen diese Waffenrechtsverschärfung betrifft.

Wir von Active Hunting wollen hoffen, dass dieser Trend weiter anhält und der VDB zu der stärksten Interessenvertretung des legalen Waffenbesitzes in Deutschland heranwächst.

Des Weiteren möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass die gesamte Belegschaft von Active Hunting die Angriffe auf Polizei und Feuerwehrleute in der Silvesternacht auf das Schärfste verurteilt. Ebenso sind auch wir für eine totale Entwaffnung von Extremisten, Terroristen und Reichsbürgern, welche eine Gefahr für die öffentliche Ordnung darstellen.

Wir plädieren für ein Waffenrecht mit Maß und Ziel, welches die wahren Probleme angeht.

Allen voran der illegale Waffenbesitz, welcher selbstverständlich sehr schwierig zu bekämpfen ist.

Hier ist die Politik gefragt, auch über Ländergrenzen hinaus die richtigen Maßnahmen zu treffen. Reiner Aktionismus und die Verschärfung des legalen Waffenbesitzes bringen wie bereits erwähnt keinen Sicherheitsgewinn für die Bundesrepublik Deutschland.

 

Ihr wollt noch mehr zur aktuellen Waffenrechtsverschärfung erfahren? Hier findet Ihr die passenden Videos in unserem YouTube Channel.

Nancy Faeser und die Verschärfung des Waffengesetzes – was DU jetzt tun kannst

Verschärfung des Waffenrechts – Gibt es Hoffnung? Zahlen, Fakten, Neuigkeiten

 

Ihr seid gegen weitere Verschärfungen des Waffenrechts? Hier findet Ihr die wichtigsten Links, welche uns jetzt helfen eine drohende Waffenrechtsverschärfung abzuschwächen oder abzuwenden:

 

Der VDB Briefgenerator gegen die Verschärfung des Waffenrechts

Hier könnt Ihr den VDB-Briefgenerator aktivieren. Ihr generiert drei Briefe: Einen an die Chefin des Bundesinnenministeriums, Frau Ministerin Faeser, sowie jeweils einen an die Waffenberichterstatter Carmen Wegge (SPD) und Marcel Emmerich (Grüne).

 

VDB Petiton gegen die Verschärfung des Waffenrechts

Die passende Petition gegen die Waffenrechtsverschärfung, welche sich an die FDP richtet.

 

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Als Fördermitglied beim VDB habt Ihr eine Stimme, wenn es um Waffenthemen geht. Ihr helft dem Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) bei seinem Einsatz für ein faires Waffenrecht. Und Ihr unterstützt den Waffen-Fachhandel sowie die Vereine und Verbände in Deutschland.

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