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Test Pulsar Axion Key XM 30

Test Pulsar Axion Key XM30

Wer nicht ganz soviel Geld für ein Wärmebildgerät zum Beobachten von Wild ausgeben kann oder will und wem die Möglichkeit wichtig ist, die Akkus wechseln zu können, der sollte einen Blick auf das Axion Key XM 30 von Pulsar werfen.
Mit einer UVP von 1.290,00 € ist es für die meisten Jäger erschwinglich und bietet bereits die riesigen Vorteile der Wärmebildtechnik im Jagdalltag. Ich habe den günstigen Zwerg über ein halbes Jahr im Revier auf Herz und Nieren getestet. Das extrem handliche Axion Key passt dabei gut in eine Brusttasche und reicht zum Entdecken von Wild auf kurze und mittlere Distanzen völlig aus. Mit der idealen Grundvergrößerung von 2,5-fach ist man für die Waldjagd gut gerüstet, denn bei einem höheren Zoom ist auch das Sehfeld und damit die Übersicht kleiner. Wird im Feld doch etwas mehr Vergrößerung benötigt, kann man noch bis zu 10-fach digital heranzoomen. Dabei verschlechtert sich die Bildqualität in der ersten Zoomstufe nicht so sehr wie ich erwartet hätte. Die Einsatz-Reichweite, um eine Rotte Sauen im Feld zu entdecken, liegt bei ca. 500 m und ist damit für viele Jäger schon ausreichend. Das Key XM 30 ist mit einem 320 x 240 Pixel Sensor und einer 12er Pixelgröße ausgestattet. Das LCOS-Distplay mit 960 x 720 Pixeln ist relativ klein, man gewöhnt sich aber schnell daran und es beeinträchtigte meinen Jagderfolg nicht. Das Axion verfügt über ein robustes Ganzmetallgehäuse aus einer Magnesiumlegierung und wiegt inklusive Akku nur 310 Gramm. Im Vergleich zu dem Pulsar Helion XP50 mit stolzen 550 Gramm, ist es ein richtiges Leichtgewicht. Das war unter anderem ein Grund, warum ich das Key beim Rehwild-Ansitz an Wiesen oder mit dem Klettersitz einem schwereren Modell mit besserer Abbildungsleistung vorgezogen habe. Das winzige Key liegt sehr gut in der Hand und lässt sich somit auch lange angenehm bedienen.  Es ist gut verarbeitet und macht einen haltbaren Eindruck – eben wie man es von Pulsar erwartet. Über die drei Tasten auf der Oberseite lassen sich schnell und intuitiv die wichtigsten Grundeinstellungen wie Zoom, Kontrast und Helligkeit sowie der Farbmodus auswählen. Die vierte Taste ist mit An/Aus, Stand-by und Kalibrierung belegt.

Größe Pulsar Axion Key XM30

Stärke des Pulsar Axion Key XM30

Eine große Stärke neben der enormen Handlichkeit ist die Option des Wechsel-Akkus. Mit seinen 3200 mAh hielt der kleine APS3-Akku im Test zwar nur 4 Stunden und 5 Minuten, kann aber bei Bedarf spielend leicht gewechselt werden. Ein Ersatzakku kostet lediglich ca. 40,00 €. Bei dem Preis lohnt sich der Kauf eines zweiten und dritten Akkus nicht nur, er ist ein Muss, wenn man die Nächte durchmachen will. Zwar kann der Akku direkt im Gerät geladen werden, mit einer Ladestation ist es aber deutlich angenehmer. Denn so lassen sich zwei Akkus gleichzeitig laden. Zudem gibts es eine Ladestandsanzeige. Die Station ist nicht im Lieferunfang enthalten, aber die Investition von ca. 30,00 € ist jeden Cent wert. Bedenken hatte ich zuerst wegen des Knopfes, der die Batterie aus ihrem Schacht an der Unterseite freigibt. Ein unbeabsichtigtes Lösen und somit Verlieren des Akkus fand aber nicht statt. Was mir besonders gefallen hat, war die Axion-typische Lösung des Objektivschutzdeckels – dieser hält nämlich mittels Magnet an der Handschlaufe und baumelt so nicht vor der Linse herum. Durchdacht ist auch, dass die Handschlaufe an beiden Seiten, entweder für Rechts- oder Linkshänder, befestigt werden kann. Eine WLAN- und Aufnahme-Funktion hat das Axion KEY leider nicht. Bei dem Preis ist das aber auch kein Beinbruch, schließlich muss ja irgendwo eingespart werden. Alles in Allem ist das Pulsar Axion KEY XM30 ein sehr gut brauchbarer Spotter an der unteren Preisgrenze ernstzunehmender Wärmebildgeräte für den jagdlichen Einsatz -egal ob als Einsteiger-Gerät oder als Back-Up, falls man nicht immer das schwere High-End-Gerät mitschleppen möchte. Man sollte, wie bei jedem Vergleich mit anderen Geräten, den niedrigen Preis des Axion Key XM 30 im Hinterkopf behalten und dann fair urteilen, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis passt hier einfach auch sehr gut.

Tester: Jonas F.

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