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Liemke LUCHS-2 Wärmebild Vorsatzoptik im Test und Vergleich zum Liemke LUCHS-1 – Jetzt bei Active Hunting

Thumbnail Liemke Luchs 2 resized

als wir vor ca. 6 Monaten das Liemke Luchs 1 auf unserem YouTube Channel testen durften, waren wir von dessen Leistung zugegeben schwer beeindruckt. Umso mehr hat es uns natürlich gefreut, das Liemke Luchs 2 genauer unter die Lupe zu nehmen. In diesem Blogbeitrag möchten wir Euch die Unterschiede zwischen Liemke Luchs 1 und Liemke Luchs 2 näher bringen. Natürlich waren wir mit dem Liemke Luchs 2 auch im Revier unterwegs, um es auf Herz und Nieren zu prüfen.

Äußerliche Unterschiede und technische Spezifikationen des Liemke Luchs 1 und Liemke Luchs 2

äußerlich unterscheiden sich das Liemke Luchs 1 und Liemke Luchs 2 nur in der Baulänge und dem Objektivdurchmesser. Im inneren gibt es jedoch noch weitere Unterschiede, welche wir Euch in einer Tabelle zusammengefasst haben. Die Unterschiede der beiden Geräte in Bezug auf die technischen Daten haben wir Euch gelb hinterlegt.

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Die Entdeckungsreichweite ist beim Liemke Luchs 2 mit 2500m wesentlich höher als beim Liemke Luchs 1 welches vom Hersteller mit 1750m angegeben wird.

Auch beim Einschießen gibt es wie zu sehen Unterschiede der beiden Geräte. Das Liemke Luchs 1 hat eine Verstellung pro Klick von 2,76cm auf 100m. Beim Liemke Luchs 2 hingegen wird eine Verstellung von 1,93 cm pro Klick auf 100m realisiert. Die Verstellung des Liemke Luchs 2 ist also 0,83 cm pro Klick feiner als die des Liemke Luchs 1. Der Verstellweg beträgt beim Liemke Luchs 1 +/- 82,8cm beim Liemke Luchs 2 +/- 60cm. Diese Werte halten wir jedoch beide für mehr als ausreichend, da wir in der Praxis wesentlich geringere Treffpunktabweichungen verzeichnen konnten und die Geräte von Werk aus sehr gut kalibriert sind.

Montiert auf einem Zielfernrohr liefert das Liemke Luchs 1 bis zu 4-fach vergrößert ein gestochen scharfes Bild. Beim Liemke Luchs 2 hingegen kann aufgrund des größeren Objektivdurchmessers bis 6-fach vergrößert ein gestochen scharfes Bild umgesetzt werden. Auch dies erleichtert in Verbindung mit der feineren Treffpunktkorrektur das Einschießen der Waffe.

Neben der optischen Vergrößerung ist das Sichtfeld einer der wesentlichen Unterschiede des Liemke Luchs 1 und Luchs 2. Die Werte, welche von Liemke angegeben werden betragen 22×17,6m beim Liemke Luchs 1 und 15,4×12,3m beim Liemke Luchs 2.

Diese Werte machen in der Praxis einen deutlichen Unterschied und sind nach unserer Meinung auch ein Entscheidungskriterium. Wer viel im Wald oder an der Kirrung jagt, wird bestätigen können, dass hier die Schussdistanzen wesentlich geringer sind. Hier wird also der Fokus stärker auf ein breites Sehfeld als auf eine hohe Vergrößerung gelegt.

Der Pirsch und Feldjäger hingegen hat in der Regel höhere Schussdistanzen zu bewältigen. Hier kommt es also weniger auf das vorhandene Sehfeld an, sondern viel mehr auf eine höhere Vergrößerung, um eine saubere Kugel anzutragen.

Im folgenden einige Beispiele auf 25m, 50m und 100m, welche die Unterschiede des Sehfeldes beim Liemke Luchs 1 und Liemke Luchs 2 demonstrieren sollen.

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Von außen betrachtet sehen sich die beiden Geräte fast zum Verwechseln ähnlich. Das Liemke Luchs 2 ist jedoch mit einem 50mm Objektiv, das Liemke Luchs 1 mit einem 35mm Objektiv ausgestattet. Auch hat das Liemke Luchs 2 eine etwas längere Bauform von 179mm das Liemke Luchs 1 hingegen 169mm. Das Luchs 2 baut also gerade einmal 1cm länger als das Luchs 1. Dies halten wir für absolut marginal und wird in der Praxis nicht ins Gewicht fallen.

Da wir schon beim Gewicht sind. Wir haben die Herstellerangabe kontrolliert und sind auf etwas andere Werte gekommen. Hierfür haben wir eine Küchenwaage genutzt. Um zu kontrollieren, ob die Waage auch ordnungsgemäß funktioniert, haben wir zuerst ein Kalibriergewicht von genau 100g gewogen. Die Waage zeigte genau diesen Wert an und somit konnten wir sicher gehen ein richtiges Ergebnis zu erhalten.

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Als Erstes wogen wir das Liemke Luchs 1. Die Herstellerangabe wird in der Bedienungsanleitung mit 580g angegeben. Wir haben jedoch einen Wert von 624g erhalten, was eine Abweichung von 44g gegenüber der Herstellerangabe ist.

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Als Zweites wurde das Liemke Luchs 2 auf die Waage geschickt und wir erhielten den Wert von 639g. Die Herstellerangabe beim Liemke Luchs 2 beträgt 625g. Her fällt die Spanne mit nur 14g also deutliche geringer aus als beim Liemke Luchs 1.

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Vergleichen wir nun unsere Werte miteinander Luchs 1 624g und Luchs 2 639g sind die Unterschiede für die jagdliche Praxis absolut irrelevant. Auch der Längenunterschied von gerade einmal 1cm ist absolut marginal. Im direkten Vergleich wird dies noch verdeutlicht.

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Beide Geräte verfügen über den 3 Positionen Kippschalter, welcher auf der linken Seite im hinteren Bereich des Gerätes platziert ist. Dies ist eine sehr praxisnahe Position, da er äußerst schnell zu erreichen und zudem leicht zu bedienen ist. Jede Position wird von einem leichten klicken begleitet.

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Die 3 Positionen bestehen aus On, Off und Standby. Vom Off in den On Modus benötigt das Gerät etwa 5 Sekunden, um hochzufahren. Von Standby in den On Modus ist das Bild in ca. 1 Sekunde aufgebaut. Gerade wenn ein Stück unverhofft aus der Dickung in Anblick kommt, ist die Einschaltzeit von 1 Sekunde aus dem Standby Modus ein sehr guter Wert.

Auf der Oberseite der Geräte befindet sich das Tastenfeld mit 3 gummierten Tasten (Up, Menü, Down). Die Tasten werden entweder mit kurzem oder langem Druck betätigt, um die internen Funktionen zu steuern.

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Es besteht die Möglichkeit, die auf dem Display angezeigten Informationen bis zur geringsten Vergrößerung des Zielfernrohres anzupassen. Hierdurch bleiben die Informationen am Rand des Sehfeldes sichtbar und können jederzeit abgelesen werden.

Auch können die Eingabemodi an den Nutzer angepasst werden:

Standardmodus – voreingestellter Modus der auf die meisten Anwendungsfälle passt
Basismodus – dieser Modus ist für Nutzer, die Ihre Einstellungen nicht häufig ändern möchten und somit nach einer vereinfachten Bedienung suchen.
Custom Modus – dieser Modus ermöglicht es dem Nutzer das Tastenfeld nach seinen Anforderungen zu belegen und somit schnell auf die persönlich wichtigsten Funktionen zugreifen zu können.

Die vorübergehende 2-fach Zoomfunktion wird durch gleichzeitiges drücken der Up und Down Taste hergestellt. Diese Funktion ist nur aktiv, solange die Tasten gedrückt werden. Wird eine der Tasten losgelassen, springt die Vergrößerung automatisch auf die voreingestellte 1x Vergrößerung zurück.

Die Bildhelligkeit kann in insgesamt 10 Stufen an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden.

Unter dem Menüpunkt Bildmodus kann das Bild an die vorherrschende Wetterlage angepasst werden. Bei klarer Nacht sollte der Sonnenmodus gewählt werden, da hierdurch ein sehr natürlich wirkendes Bild ausgegeben wird.

Sollte viel Dunst, Nebel oder eine regnerische Nacht vorliegen, ist der Regenmodus zu wählen. Hierdurch werden die Kontraste des Bildes verstärkt, um somit Details der Landschaft besser hervorzuheben.

Natürlich kann auch der Farbmodus geändert werden, welcher den persönlichen Bedürfnissen am besten entspricht. Hier stehen White Hot, Black Hot, Extra Dunkel, Red Hot und Rainbow zur Verfügung.

Auch die Kalibrierung kann nach den Vorlieben des Nutzers eingestellt werden:

A – automatische Kalibrierung alle 2 Minuten
M – manuelle Kalibrierung (durch langen Druck auf die UP Taste)
S – stumme Kalibrierung (ebenfalls durch langen Druck auf die UP Taste. Hierbei kommt jedoch nicht die hintere Blende zum Einsatz, was diesen Vorgang absolut lautlos macht. Bei dieser Kalibrierung muss der Objektivdeckel geschlossen werden.

Um das Gerät mit dem Handy oder einem Tablet zu verbinden, steht eine Wifi Verbindung zu Verfügung.

Der interne Speicher zum Aufzeichnen von Fotos und Videos beträgt 32 GB. Dies entspricht 32000 MB. Ein 1-minütiges Video hat eine Größe von etwa 4 MB. Somit steht mehr als genug Speicherplatz zur Verfügung, um das Gerät über Monate hinweg zu betreiben, ohne den Speicher löschen zu müssen.

Der Akku ist intern verbaut und kann nicht vom Nutzer gewechselt werden. Das Aufladen des Akkus geschieht über die seitliche USB-C Buchse. Die Ladezeit beträgt etwa 3 Stunden und bietet danach eine Betriebszeit von 6 bis 9 Stunden je nach Temperatur und Nutzungsintensität.

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Die USB-C Buchse wird ebenfalls dafür verwendet, Bilder und Videos auf den PC zu ziehen. Das Gerät wurde in unserem Fall direkt erkannt und ein Datentransfer war problemlos möglich.

Einschießen des Liemke Luchs 2 im Revier

Die Liemke Luchs Modelle verfügen über ein M43x0,75 Adapter Gewinde zur Montage auf dem Zielfernrohr.

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Eine sichere Verbindung des Wärmebildvorsatzgerätes mit dem Zielfernrohr ist essenziell wichtig. In unserem Beispiel nutzen wir ein Blaser Drückjagdglas mit Schiene. Hierfür bietet Blaser einen speziellen Adapter an, welcher enorme Vorteile gegenüber Standard Adaptern hat.

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Der Klemmhebel sitzt auf der rechten Seite des Adapters. Um die Klemmung zu öffnen, wird der Hebel aufgeklappt und anschließend nach vorne geschwenkt. Geschlossen wird der Adapter demnach in umgekehrter Reihenfolge.

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Die Arretierung geschieht zum einen durch die Klemmung auf dem Rohrkörper des Glases und zum anderen durch einen Bolzen, welcher formschlüssig in einen Nutenstein eingreift.

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Dieser Nutenstein befindet sich im Lieferumfang des Adapters und wird im vorderen Bereich der Schiene des Glases montiert. Nach erfolgter Montage bietet der Nutenstein dem Adapter die passende Schnittstelle zur Arretierung.

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Der Adapter wird hierdurch immer wieder in der gleichen Position aufgesetzt, was bei Wärmebildvorsatzgeräten auch erforderlich ist.

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Seitlich am Adapter finden sich 2 Sternschrauben zur Einstellung der Klemmkraft. Die Vordere dient der Arretierung auf dem Gewinde des Vorsatzgerätes. Die Hintere reguliert die Klemmkraft auf dem Glas selbst.

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Zum Aufsetzen des Adapters muss vorerst das Zwischenstück aus dem Lieferumfang des Luchs Gerätes aufgeschraubt werden. Danach kann der Adapter auf das Zwischenstück aufgeschraubt und ausgerichtet werden.

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Sind der Strich auf dem Adapter und der Punkt auf dem Gerät selbst in einer Linie, kann die vordere Sternschraube des Adapters angezogen werden, was diesen somit in seiner Position fixiert.

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Danach noch den Konterring des Zwischenstücks anziehen und der Adapter sitzt bombenfest an seiner Position.

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Im Revier nutzten wir eine Blaser B95 Bockbüchsflinte im Kaliber 8×57 IRS sowie 20/76. Nach der ordnungsgemäßen Montage des Luchs 2 auf dem Zielfernrohr gaben wir den 1. Schuss auf ein 100m entferntes Wärmepad ab.

Die erste Kugel saß 4cm zu weit links sowie 4cm zu tief. Wir gingen also in das Einschießmenü und korrigierten 2 Klicks nach rechts sowie 2 Klicks nach oben, da ein Klick 1,93cm auf 100m entspricht.

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Kurz darauf gaben wir unseren zweiten Schuss ab und die Kugel saß genau im Haltepunkt.

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Um die Treffpunktlage zu bestätigen und das Einschießen des Liemke Luchs 2 zu beenden, gaben wir einen dritten Schuss ab. Auch dieser saß unmittelbar am Haltepunkt, was für uns völlig in Ordnung ging.

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Fazit

Die Liemke Luchs Modelle zählen zur Oberklasse der Wärmebildvorsatzgeräte. Mit einer Akkulaufzeit von bis zu 9 Stunden, hervorragender Verarbeitung und gestochen scharfen Bildern bleiben fast keine Wünsche offen.

Wer viel im Wald oder an der Kirrung jagt, ist mit dem Liemke Luchs 1 gut bedient. Hier ist ein großes Sehfeld von Vorteil und die Schussdistanzen liegen meist deutlich unter 100m.

Bei größeren Feldflächen und der Pirschjagd ist das Liemke Luchs 2 die optimale Wahl. Durch die bis zu 6-fache Vergrößerung am Zielfernrohr sind auch weitere Schüsse gut zu meistern.

Einen kleinen Nachteil haben aber beide Geräte, da sie mit etwas über 600g keine Leichtgewichte sind.

Falls Ihr weitere Fragen zu den Liemke Luchs Modellen habt, könnt Ihr Euch gerne per Telefon oder per E-Mail an unseren Support wenden, wir helfen Euch gerne weiter. Wir beraten Euch selbstverständlich nach Euren persönlichen Bedürfnissen und Revierverhältnissen, um das passende Produkt für Euch zu finden.

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