HIKMICRO Thunder TQ35C und TQ50C – die beiden Flaggschiffe von HIKMICRO im Vergleich –

Hikmicro TQ35C TQ50C

Das Thunder TQ35C und TQ50C sind aktuell (Stand 05/2022) die Premiumprodukte im Vorsatzgeräte-Bereich aus dem Hause HIKMICRO. Wir haben für euch diese beiden Geräte genauer unter die Lupe genommen, miteinander verglichen und intensiven Praxistests unterzogen. Im Folgenden zeigen wir euch unsere Erkenntnisse und Erfahrungen mit den beiden Wärmebildvorsatzgeräten.

Technische Daten der beiden HIK Thunder TQ Modelle:

Die technischen Daten der beiden Geräte wirken auf den ersten Blick sehr ähnlich. Dennoch gibt es ein paar wichtige Unterschiede, auf die wir hier näher eingehen möchte.

Äußerlich betrachtet sind sicher die beiden Objektive der größte Unterschied. Das TQ35C hat 35mm Brennweite und damit ein deutlich kleineres Objektiv als das TQ50C, welches eine 50mm Brennweite besitzt. Dadurch erlaubt das TQ50C eine etwas höhere Vergrößerung des Zielfernohrs. Hier sind Vergrößerungen bis ca. 8-fach noch sehr gut möglich. Hingegen beim TQ35C wird die Abbildungsqualität ab ca. 6-facher Vergrößerung etwas pixelig. Ein weiterer, wichtiger Unterschied ist das Sehfeld der beiden Geräte. Hier punktet ganz klar das TQ35C mit seinen 22m auf 100m. Das TQ50C hat hingegen nur 15m Sehfeld auf 100m. Auch beim Gewicht unterscheiden sich die beiden Geräte. Das TQ35C ist ca. 60 gr. leichter als das TQ50C.

Technische Daten TQ-Geräte

Allgemeines:

Die verwendeten Materialen, der Aufbau und die Steuerung der beiden Geräte sind ansonsten identisch. Die Steuerung geschieht über insgesamt sechs gummierte Tasten auf der Oberseite. Hier erfordert es etwas Übung bis man die Bedienung wirklich raus hat – wer allerdings schon HIKMICRO Produkte z.B. als Beobachtungsgerät nutzt, der wird viele Parallelen in der Menüführung erkennen. Die Scharfeinstellung geschieht über einen gerippten Metallring kurz hinter dem Objektiv. Dieser lässt sich gut und leichtgängig bedienen. Seitlich befindet sich ein USB-C Anschluss zur Datenübertragung oder externen Stromversorgung, z.B. mittels Powerbank. Die Stromversorgung erfolgt entweder über zwei CR123A Batterien oder zwei 16340 Akkus. Wir empfehlen definitiv die Akku-Variante, da diese eine Menge Geld einspart. In unserem Online-Shop findet ihr die passenden Akkus und Ladegeräte dazu.

Beide Geräte besitzen eine Wifi- und Videofunktion. Mit den HIKMICRO-Apps (T-Vision oder HIKMICRO Sight) kann das Bild des Vorsatzgerätes auf das Smartphone/Tablet gestreamt werden. Außerdem kann man das Gerät mit der App fernsteuern (Helligkeit, Kontrast, etc.). HIKMICRO hat auch angekündigt Updates für seine Geräte herauszubringen. Diese können über das mitgelieferte Datenkabel dann aufgespielt werden.

Um einen Rusan-Adapter mit dem Gerät zu verbinden, benötigt ihr noch den Rusan-Reduzierring. Der Rusan-Klemmadapter wird auf das Gewinde des Reduzierrings aufgeschraubt und der Reduzierring arretiert auf dem Bajonettverschluss am Gerät selbst. Jetzt kann das Gerät mit eurem Zielfernrohr verbunden werden. Natürlich ist auch die Verwendung anderer Adapter-Varianten wie z.B. die Präzise-Jagen/Telefix-Adapter oder die EP-Arms-Adapter möglich.

Im Folgenden haben wir euch noch ein paar Aufnahmen aus der Praxis zusammengestellt um euch auch vor allem die optische Leistung der beiden Geräte näher zu bringen:

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Einschießen/Präzision des Thunder TQ35C und des TQ50C:

Natürlich haben wir vor der Jagd auch die Geräte auf unsere Waffen eingeschossen. Wir zeigen euch hier auszugsweise das Einschießen des TQ35C – ähnlich verlief es auch beim TQ50C. Beide Geräte lassen sich problemlos auf die jeweilige Waffe einjustieren. Der Ablauf ist bei beiden Geräten absolut identisch.

Unsere Testwaffe war auf 100m Fleck eingeschossen. Wir haben das Gerät out of the box montiert und einen Schuss auf die 100m entfernte Scheibe mit Wärmepad abgegeben. Der Schuss saß ca. 2cm zu weit rechts sowie ca. 4cm zu tief. Wir gingen also in das Einschießmenü des Gerätes und korrigierten einen Klick nach links sowie zwei Klicks nach oben, wobei ein Klick auf 100m ca. 2,4cm entspricht. Daraufhin haben wir einen zweiten Schuss abgegeben. Von der Höhe war dieser nahezu perfekt, jedoch immer noch ca. 1,5cm zu weit rechts. Wir entschlossen uns keine weitere Korrektur vorzunehmen und direkt einen dritten Schuss abzugeben, da der leichte Rechtsschuss auch unser Fehler gewesen sein könnte. So war es auch – und mit dem Ergebnis sind wir absolut zufrieden.

Hier noch das Video, wie wir die Geräte eingeschossen haben:

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Fazit:

Durch die gut nutzbare Vergrößerung der Zieloptik (TQ35C ca. 6-fach / TQ50C ca. 8-fach) und das Sehfeld (TQ35C: 22m auf 100m / TQ50C: 15m auf 100m) lassen sich die beiden Geräte jagdlich sehr gut einordnen. Für den Wald- und Kirrungsjäger, der unserer Erfahrung nach auf ein großes Sehfeld wert legt und aufgrund geringerer Schussentfernungen die Vergrößerung am Zielfernrohr nicht so hoch dreht, ist das TQ35C das optimale Gerät. Wer jedoch häufiger im Feld unterwegs ist, für den könnte das TQ50C besser geeignet sein. Hier kann mit dem Zielfernrohr besser vergrößert werden, was gerade bei weiteren Schüssen (wir empfehlen als äußerstes Maximum 150m) sicher hilfreich sein kann. Ein großes Sehfeld ist hier häufig nicht notwendig.

Grundsätzlich haben beide Geräte – wie von HIKMICRO gewohnt – ein außerordentlich gutes Preis-Leistungsverhältnis. Mit ca. 3.000,00 EUR für das TQ35C und 3.200,00 EUR für das TQ50C sind die Geräte äußerst fair bewertet – gerade im Vergleich zu Konkurrenzprodukten der gleichen Leistungsklasse (Stand 05/2022). Kleinere Abstriche muss man lediglich bei der Bedienbarkeit hinnehmen – hier besteht Optimierungspotenzial. Daran wird HIKMICRO aber zukünftig arbeiten und durch die Update-Funktion werden sicher auch Kunden nicht im Stich gelassen, die bereits ein Gerät besitzen. Die wichtigsten Funktionen sind aber gut durchdacht und leicht erreichbar. Das Gesamtpaket überzeugt sehr. Das fängt bei der Abbildungsqualität an, geht weiter über die Video- und Wifi-Funktion und endet mit der Zusage von HIKMICRO, dass es Updates für ihre Geräte geben soll und man immer weiter an Verbesserungen arbeitet. Das spricht für sich – daher klare Kaufempfehlung, wer in der Oberklasse nach einem preiswerten Gerät sucht.

Hier findet ihr unseren Bericht noch als YouTube-Beitrag:

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