Accolade 2 LRF XP50 PRO

Test Accolade XP50 Pro

Das Wärmebildfernglas von Pulsar

Zwei Eigenschaften machen das Accolade 2 LRF XP50 Pro von Pulsar so besonders und grenzen es von der ebenfalls erfolgreichen Helion-Serie ab:

Zum einen der Einblick mit beiden Augen, was für ein sehr angenehmes und ermüdungsarmes Beobachten sorgt und zum anderen der integrierte Entfernungsmesser, welcher zuverlässig und genau arbeitet.
Das Accolade 2 eignet sich unserer Meinung nach gerade für den Ansitzjäger, da die Nachtsichtfähigkeit beider Augen leicht geschwächt wird und somit nicht mehr so gut gepirscht werden kann. Für etwas Abhilfe können da allerdings die extra angefertigten Okularschutzkappen von uns sorgen. Hier kann ein Okular abgedeckt werden und das Gerät einäugig verwendet werden. Zudem ist das Wärmebildgerät im Vergleich zu kleineren und leistungsschwächeren Scannern etwas schwerer und größer. Diese beiden Nachteile der Pulsar Premium-Linie sind jedoch die Einzigen und der Preis für ein gigantisch gutes Bild (besonders bei der PRO-Version), lange Akkulaufzeit und die Möglichkeit Entfernungen zum Ziel genau bestimmen zu können.

Warum ist dies nun so wichtig?

Anders als bei der Jagd am Tag, ist der zuletzt genannte Aspekt, gerade bei der Verwendung von Wärmebildvorsatzgeräten, extrem von Bedeutung. Mit zunehmender Leistung der Vorsatzgeräte kann immer höher vergrößert werden, auf immer weitere Distanzen angesprochen und somit auch geschossen werden. Man verschätzt sich leichter, was zu Fehlschüssen oder Schlimmerem führen kann. Eine schnelle Messung bestätigt vor dem Schuss die ein oder andere Einschätzung, gibt Vertrauen und führt letztendlich zum Erfolg. Besonders gelungen ist der Scan-Modus, mit dem bei gedrückt halten der Messtaste permanent gelasert wird. Ein großer Vorteil bei ziehendem bzw. heran wechselndem Wild oder bei der folgenden Situation, welche wir schon öfter erlebt haben. Der erste 20er-Frischling aus einer  größeren Rotte liegt mit gutem Schuss im Knall. Die Rotte flüchtet über die Stoppeln, verhofft aber überraschend am Waldrand. Ein weiterer Frischling steht passend. Doch Zweifel machen sich breit. Ist es für einen sicheren Schuss zu weit? Während der Schütze nachgeladen hat, misst der Spotter schnell mit dem Accolade 2 die Entfernung zur stehenden Sau. Einhundertfünfzig Meter! Es passt also noch, denn unsere Waffe ist mit einer GEE von 160 Metern eingeschossen. Nachdem der zweite Schuss verhallt, flüchtet die Rotte in den nahe gelegenen  Wald, inklusive beschossenem Frischling. Glücklicherweise wurde die Situation mittels Video vom Accolade aufgezeichnet. Bei der Auswertung sieht man ganz klar Schweiß hinter dem Blatt austreten. Durch das Messen der Entfernung vor dem Schuss finden wir den Anschuss deutlich schneller. Ebenfalls eine riesige Hilfe auf größeren Flächen ohne markante Anhaltspunkte. Der hellrote Lungenschweiß bestätigt unsere Vermutung. Ein guter Treffer. Nach ca. 60 Metern Totsuche mit unserer Bracke stehen wir am zweiten Frischling und freuen uns über die Doublette.

Ohne die Pulsar Accolade 2 LRF XP50 Pro hätten wir die zweite Sau mit Sicherheit nicht beschießen und erlegen können.

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