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Test HIK OH 35

Ich selbst würde mich weder als Jagdprofi noch als „alten“ Hasen bezeichnen. Meine Jagdprüfung ist schon eine Weile her aber die ach so notwendige Jagderfahrung erlernt man eben nicht mal schnell durch das Wälzen von Büchern und Lehrmaterialien. Sehr erfreut war ich darüber, dass ich einen Blick in ein für mich vollkommen neues Themenfeld werfen durfte. Die Jungs von active hunting luden mich zur nächtlichen Pirsch in ihr Testrevier ein. Das Revier liegt in Oberfranken in einer Region, in der es NICHT von Schweinen wimmelt, Rotwild nicht anzutreffen ist und die Niederwildhege und pflege großgeschrieben wird.

Jagdlich durfte ich schon einiges erleben, die Erfahrungen in dieser Nacht werden jedoch für immer einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Wieso das?

Um 17:00Uhr trafen wir uns zu einer „Lage“-Besprechung. Neudeutsch nennt man es wohl Briefing. Anhand der Revierkarte gingen wir territoriale Besonderheiten durch und besprachen Grundregeln des Pirschens. Kurzerhand wurde ich neu eingekleidet – eine geräuschlose Jacke und Hose erhöhen die Chancen unentdeckt, die hellhörigen Schwarzkittel anzugehen. Verwundert war ich darüber, dass mir Neopren-Socken ausgehändigt wurden. Es sei wohl ein Geheimtrick bei Schwarzwildkontakt die hochgeschätzten Gummistiefel zurückzulassen und sich möglichst lautlos mit Socken die letzten Meter anzunähern. Dann ging es auch schon ins Revier. Gut 1,5 Stunden wurden mir Vor- und Nachteile diverser Nachtsicht- und Wärmebildgeräte verständlich erklärt. (Pulsar, Hikvision, Liemke, Infiray etc., JSA Nightlux …) Bitte verzeiht, dass ich nicht alle Modelnamen parat habe – die ganzen Buchstaben- und Zahlenkombinationen wirken doch etwas erschlagend. Jedes besprochene Gerät konnte von mir eigenhändig getestet und unter realen Bedingungen begutachtet werden. Obwohl während der Vorführung nur Rehe und Hasen in Anblick traten war ich von den technischen Möglichkeiten begeistert.

Equipment Sauenpirsch
Waffe Haenel, Blaser Zielstock, JSA Mono inkl. Zubehör, HIK, Seissiger CAM, Swedteam Lodenhose, Rascher Jacke

 

Mir schossen viele Gedanken gleichzeitig durch den Kopf:

  • Wie viel Wild habe ich wohl schon auf dem Weg zum Morgenansitz vertreten? (weil ich es einfach nicht gesehen habe)
  • Wie oft habe ich den Finger sicherheitshalber gerade gelassen? (ins Zielfernrohr hätte ich das Stück durchaus noch gebracht – aber ein sicheres Ansprechen war leider nicht mehr möglich)
  • Wie oft hätte ich mir das nächtliche „Herausklingeln“ des Jagherren gespart? – das kurz in den Bestand flüchtende, liegende Stück wäre leicht zu detektieren gewesen. (Jagd ohne Hund ist Schund – dessen bin ich mir bewusst – deswegen achte ich stets darauf, dass ein Kollege mit brauchbarem Hund erreichbar ist.)
  • und und und …

Bereits nach diesen 1,5 Stunden konnte ich den Eingangs von Michael Schmelzer genannten Satz (Anfangs nahm ich die Aussage nur unterbewusst wahr) – „Jeder Tag ohne Nachtsicht- und Wärmebildtechnik ist ein verlorener Tag“ – verstehen und würde das Statement sofort unterschreiben.

Nun war es soweit, die Waffe über der Schulter, der zu Testzwecken zur Verfügung gestellte Pirschstock Blaser Carbon 2.0 in der Hand –> los geht’s!

Eigens für diese Jagdart angelegte Pirschwege erlaubten uns eine nahezu lautlose Fortbewegung innerhalb des Bestandes. Am Waldrand angelangt hatten wir einen herrlichen Blick über einen Wildacker. Kurz habe ich diesen mit der Wärmebildkamera Hikmicro OWL OH 35 abgeglast und einige Stücke Rehwild, sowie eine Vielzahl von Hasen, ausmachen können. Leider kein Schwarzwild.

Endlich!!!

Vibration am Handy meines Pirschführers. Direkt das IPhone aus der Tasche, die Supersim-App gecheckt und tatsächlich – Schweine an der Kirrung.

Seissiger 2G
(ein kleiner, aber wichtiger Helfer so eine Seissiger Special-Cam 2G/GPRS)

Kurze und präzise Ansagen geleiteten mich, in nahezu vollständiger Dunkelheit, in Richtung Ziel. Lautlos näherten wir uns der Kirrung und nun war es nicht mehr zu überhören: Grunzen, Schmatzen und Tritte waren zu hören –> Sauen!!! Direkt vor mir, in einer Waldschneise, eine 6 Sauen starke Schwarzkittelrotte. Auf ca. 60m kamen wir heran. Michael half mir beim Ansprechen und schnell war ein Überläuferkeiler ausgemacht. Aus sicherem Anschlag (sensationell dieser Blaser Zielstock Carbon 2.0 mit Zweipunktauflage) brach der Schuss. Nach kurzer Flucht (ca. 30m) lag das Keilerchen, 45kg mit gutem Kammertreffer.

Mein ERSTES angepirschtes Stück Schwarzwild!!!

Ich bedanke mich für dieses wunderschöne Jagderlebnis, die Top-Beratung und Führung – der jagdliche Erfolg war obendrein das sogenannte i-Tüpfelchen.

Zu gleich freue ich mich auf den dauerhaften Einsatz der erworbenen Wärmebildkamera, des Blaser Zielstocks sowie dem Nightlux NV PVS Mono Ultra und habe beschlossen mich zukünftig immer zuerst an den Jagdhandel active hunting zu wenden. Dort sind Profis am Werk.

Diese Jagd werde ich wohl nie vergessen.

 

Mein Dank geht an das Team von active hunting und meinem Pirschführer Michael.

HIK OH 35 Bild

 

 

 

 

 

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